Wie sich Poker entwickelt hat
Jung und alt ist gleichermassen fasziniert vom Kartenspiel Poker, welches in den letzten Jahren viele neue Anhänger gewonnen hat. Ein wesentlicher Grund dieser Popularität ist das Fernsehen, welches von allen wichtigen Poker Turnieren berichtet. Gewinne in Millionenhöhe sind dabei keine Seltenheit. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Spieler als Profi versuchen.
Auch ein Grund für den Poker Boom ist das Internet, welches dem Spieler die Möglichkeit gibt, rund um die Uhr von zu Hause aus gegen Pokerspieler auf der ganzen Welt anzutreten. Verschiedene Online Poker Anbieter haben eine riesige Infrastruktur aufgebaut, um dies
möglich zu machen. Dieser Poker Boom startete zuerst wie viele andere Dinge auch von Amerika aus und schwappte auf andere Länder und Kontinente über. Das Fernsehen förderte den Hype ums Poker, indem interessante Turniere übertragen werden. Bekannte Pokerspieler verdienen
unterdessen grosse Beträge in der Werbung, welche vorzugsweise während der Übertragung der Turniere ausgestrahlt werden.
Die Anfänge von Poker liegen in Europa. Dort werden seit bereits ungefähr 500 Jahren Varianten vom heutigen Poker gespielt. Den Weg nach Amerika fand das Pokerspiel dann von Frankreich aus. Auswanderer brachten es ins gelobte Land mit. Für die rasante Verbreitung in Amerika war
dann der Goldrausch verantwortlich. Auf der Suche nach dem goldenen Glück, fand Poker seinen Weg bis in die entferntesten Ecken des Kontinents. Leider erlange das Pokerspiel in jener Zeit auch einen sehr schlechten Ruf. Falschspieler und Betrüger reisten umher und versuchten die ehrlichen Leute um ihr Geld zu bringen. Schnell einmal war Poker assoziiert mit Banditen, Gaunern und Halunken. Kein Wunder also, verlagerte sich das Pokerspiel in die Hinterzimmer von Spelunken, Kneipen und Saloons. Dieses Image blieb dem Poker während ganz vielen Jahren lange erhalten. Erst das boomende Las Vegas brachte in den 70er Jahren die Wende. Denn da wurde erstmals die inoffizielle Weltmeisterschaft im Pokern durchgeführt, die World Series of Poker, kurz WSOP genannt. Der jährliche Event zog das Interesse der breiten Öffentlichkeit auf sich und da realisierten Leute, dass beim Poker auch Können und Strategie gefragt ist und das Spiel nicht nur auf Glück basiert. Nur die Spieler, welche über diese Fähigkeiten verfügen, sind in der
Lage, ein solch grosses Turnier zu gewinnen.
Während all den Jahren wurden verschiedene Varianten von Poker gespielt. In der letzten Zeit hat sich aber ganz klar Texas Holdem durchgesetzt. Wenn im Fernsehen Poker übertragen wird, handelt es sich fast ausschliesslich um diese Variante. Dies ist nicht weiter verwunderlich, denn Texas Holdem ist relativ einfach und schnell erlernbar. Zu Beginn eines Spiels erhält der Spieler 2 verdeckte Karten, die sogenannten Pocket Cards. Dazu kommen 5 offene Karten (sogenannte Community Cards) in die Mitte des Tisches. Diese Karten dürfen von allen Spielern benutzt werden, um zusammen mit den 2 eigenen Karten sein Blatt zu bilden. Während jedes Spieles gibt es mehrere Bietrunden, wo man jederzeit aussteigen kann. Bei Texas Holdem gibt es verschiedene Limiten, nämlich Split Limit, Pot Limit und No Limit (bezogen auf den maximalen Einsatz). An den grossen Turnieren wird meistens die Spielvariante No Limit gespielt, wo jeder Spieler jederzeit die Möglichkeit besitzt, seinen gesamten Chipbestand zu setzen (nennt man ‘all in’).

